Die WiM100 ist nominiert

100 Führungsfrauen der Mobilitätsbranche, deutschsprachiger Raum, Schwerpunkt Technik
Nominiert wurden Frauen, die in der Verkehrswirtschaft im deutschsprachigen Raum hauptberuflich und mit technischem Schwerpunkt tätig sind.

Die ausgezeichneten 100 Führungsfrauen beeinflussen die Branche durch Fachwissen, Führungsstärke, konsequente und eigenverantwortliche Verbesserungen, maßgebliches Mitgestalten, Innovationskraft und vorbildliches Verhalten. Einige sind als Hoffnungsträgerinnen aufgefallen, andere als Influencer in der Branche so präsent, dass sie über den eigenen Fachbereich hinaus einen positiven Einfluss ausüben. Vorschläge für die Nominierungen kamen aus der Verkehrswirtschaft, von Headhuntern, aus Personalabteilungen, aus Branchennetzwerken und aus der Politik. Ziel dieser Veröffentlichung ist es, Vorbilder sichtbar zu machen und Netzwerke zu fördern, in denen Fachfragen erörtert werden.

Die Jury setzt sich aus Vertretern der Partner zusammen:

Flora Bellina (Die Mobilistinnen)
Evelyne de Gruyter (Verband deutscher Unternehmerinnen)
Lutz Hübner (Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie)
Isabel Vollmer (Allianz pro Schiene)
Kristina Kebeck (GIZ, Women Mobilize Women)
Martina Löbe (Women in Mobility)
Carolin Preuß (IHK)
Sarah Stark (Deutsches Verkehrsforum)

Es gibt ein enormes Potenzial für den Sektor zur Verbesserung der Chancengleichheit, und ich freue mich, dass wir die richtige EU-Plattform für den Wandel geschaffen haben, um die Beschäftigung von Frauen im Verkehrssektor zu erhöhen und die Gleichstellung von Männern und Frauen zu fördern. Wenn wir wollen, dass unsere Gesellschaft gedeiht, müssen wir alle Talente und alle Menschen auf allen Ebenen einbinden.
— Violetta Bulc, EU Kommissarin für Verkehr

Ausgewählte Vorbilder aus 2019


Hintergrund

Im Jahr 2016 haben sich führende Verbände auf Initiative von Larissa Zeichhardt anlässlich der Branchenmesse InnoTrans zusammengetan, um Unternehmerinnen und Managerinnen aus den Fachbereichen „Rund ums Gleis“ zu einem „Ladies Lunch“ einzuladen. „Als ich erfuhr, dass in der EU nur 17,5 Prozent der Beschäftigten im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) weiblich und davon unter 10 Prozent in technischen Bereichen tätig sind, musste ich aktiv werden.“ Eine von der EU-Kommission veröffentliche Studie, bezifferte den Anteil von Frauen in der gesamten Transportindustrie auf 22 Prozent. Das größte Ungleichgewicht gab es 2016 im Bereich Straßenbau und Schienentechnik mit nur 14 Prozent Frauen.

Vorbilder sichtbar zu machen, war das Ziel der ersten Veröffentlichung der Top 100 Frauen der Verkehrswirtschaft (2017) und der korrespondierenden Netzwerkveranstaltung auf dem 5. Railway Forum in Berlin. Im Anschluss formulierten Larissa Zeichhardt mit dem Organisationsteam von Women in Mobility Berlin ein Ziel: „Der Frauenanteil der Bahnbranche soll bis 2020 von aktuell 22% auf 40% ansteigen.“ Dass die Branche sich nach Frauennetzwerken sehnt, wurde auf der InnoTrans 2018 mehr als deutlich: 800 Frauen kamen auf dem Women in Mobility InnoTrans Luncheon zum Netzwerken zusammen.

Pünktlich zum 6. Railway Forum werden 2019 wieder die 100 Führungsfrauen der Mobilitätsbranche veröffentlicht. „Diesmal setzen wir den Schwerpunkt auf die Fachkompetenz“ unterstreicht Martina Löbe, Jurymitglied und designierte Nachfolgerin von Larissa Zeichhardt. „Es ist an der Zeit zu zeigen, wer für Innovationen in der Mobilitätsbranche sorgt und den Wandel vorantreibt.“